Campusleben

Dackelbesuch beim Nordischen Klang

Das Team des Nordischen Klangs steht für ein Gruppenbild nebeneinander und hält Flyer, Plakat und Plüschdackel in den Händen.

Das Team des Nordischen Klangs: Frithjof Strauß, Pauline Hübner, Christine Nickel und Marko Pantermöller (v.l.), © Anne Junia Ziemann/UG

Wenn der Norden nach Greifswald kommt

Wenn im Mai in Greifswald wieder Sprachen, Klänge und Perspektiven aus dem Norden zusammenkommen, dann ist es Zeit für ein Festival, das längst mehr ist als ein Geheimtipp.

Der Nordische Klang feiert 2026 sein 35. Jubiläum und bringt vom 8. bis 17. Mai erneut Kunstschaffende aus Island, Dänemark, Norwegen, Schweden, Finnland und Estland in die Hansestadt. Unter färöischer Schirmherrschaft und mit Dänemark als Partnerland reicht das Programm von Pop, Groove und Jazz bis hin zu Literatur, Theater, Film und natürlich wissenschaftlichen Formaten.

Ein Festival, viele Köpfe

Das Festival lebt von Menschen, die viele Rollen gleichzeitig übernehmen.

Christine Nickel kümmert sich um die Organisation und ist im Festivalalltag „für alles Praktische“ zuständig. Pauline Hübner verantwortet die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, während Frithjof Strauß die künstlerische Leitung innehat. Marko Pantermöller und Clemens Räthel wechseln sich in der Leitung des jährlichen Festivals ab; beide sind zudem im Vorstand des Kulturvereins Nordischer Klang.

Vom Couchsurfing zum Festival

Die Anfänge reichen zurück ins Jahr 1991. In einer Zeit der Hochschulreformen wollten Lektor*innen des Instituts ein Zeichen setzen und zeigen, „was mit solch einer Ausbildung alles möglich ist“, erinnert sich Pantermöller.

Aus einer Kinderbuchtagung mit öffentlichem Programm, einem Auftritt eines Chors aus Lund und improvisierter Unterbringung per Couchsurfing entwickelte sich Schritt für Schritt das Festival.

Heute ist der Nordische Klang die größte genreübergreifende Veranstaltung für nordische Kulturen in Deutschland.

Keine Grenzen – weder im Programm noch im Kopf

Was das Festival besonders macht, ist seine Offenheit. Große Namen und Neuentdeckungen stehen nebeneinander, Genres werden bewusst gemischt.

Das Publikum vertraue darauf, dass auch noch unbekannte Künstler*innen überzeugen, so Pantermöller. Wer kommt, bekommt oft mehr als erwartet: Man komme wegen eines Acts und nehme gleich „eine Horizonterweiterung“ mit. Grenzen zwischen Pop, Klassik, experimenteller Musik oder Lesung verschwimmen dabei ganz bewusst.

Festival als Lernraum

Für die Universität ist der Nordische Klang mehr als ein Kulturangebot. Er ist Praxisfeld, Netzwerk und Aushängeschild zugleich.

Studierende arbeiten in Organisation, Redaktion oder Künstler*innenbetreuung mit und wenden ihre Sprachkenntnisse direkt an. Viele Begegnungen gehen über das Festival hinaus. Es entstehen Freundschaften, manchmal sogar Beziehungen.

„Das ist für uns eine ganz gute Möglichkeit, uns zu präsentieren und gleichzeitig einen vielseitigen Einblick zu schaffen“, sagt Marko Pantermöller.

Die besonderen Momente

Neben ausverkauften Klassikern wie Jazznacht oder Eröffnungskonzert sind es oft die kleinen Augenblicke, die bleiben.

Für Frithjof Strauß sind das die seltenen Momente, „wenn die Musik so schön ist“, dass sie ihn bewegt. Marko Pantermöller freut sich über signierte Platten von Bands, die ihn begeistern. Und Pauline Hübner erinnert sich an ein Sonnenaufgangskonzert im Dom: Das Licht, die Musik, der Raum – „das hatte irgendwie was ganz Besonderes“.

Offen für neue Perspektiven

Der Nordische Klang ist längst mehr als ein Festival für Nordeuropa. Er bringt unterschiedliche Kulturen zusammen, erweitert Perspektiven und holt die Welt nach Greifswald.

Oder, wie es ein früherer Slogan formulierte: über den Norden kommt die Welt in die Stadt. Und im Mai ist sie wieder da.

Das Format

„Dackelbesuch bei …“, ist ein Format der internen Kommunikation der Universität Greifswald. Es gibt Einblicke in Menschen, Projekte und Tätigkeiten an der Universität und soll die interne Vernetzung stärken. Wenn Sie selbst Interesse haben oder jemanden vorschlagen möchten, können Sie sich bei der Hochschulkommunikation melden.

Anne Junia Ziemann, 30.04.2026

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