Campusleben

Dackelbesuch bei Chris Behrendt und Petra Wießner

Die zwei Mitarbeiterinnen Petra Wießner und Chris Behrendt von der SBV der Uni Greifswald sitzen in einem Büro, während eine der beiden einen Stoff-Dackel festhält.

Petra Wießner und Chris Behrendt, © Anne Junia Ziemann

Einblicke in die Schwerbehindertenvertretung der Universität Greifswald

Ein Spaziergang über den Campus, vorbei an alten Gebäuden, Grünflächen und dem Dom, kann vieles offenbaren: Forschung, Lehre, Begegnungen. Und manchmal auch, wer hinter den Kulissen dafür sorgt, dass die Universität für alle Mitarbeitenden zugänglich und fair ist. Die Schwerbehindertenvertretung (SBV) der Universität Greifswald ist eine dieser wichtigen Anlaufstellen.

„Es ist schließlich kein Verdienst, nicht betroffen zu sein, sondern ein Geschenk, welches einem jederzeit genommen werden könnte“, heißt es auf der Website der SBV. Die Vertretung möchte allen Betroffenen zur Seite stehen und sie ermutigen, offen über ihre Beeinträchtigung zu sprechen. Frau Chris Behrendt, Vertrauensperson der SBV, erklärt: „Die SBV ist für alle beeinträchtigten Personen an der Universität Greifswald da, egal welchen prozentualen Status sie haben. Beeinträchtigt gilt man offiziell erst ab 50 Prozent, aber auch Personen mit 20 oder 30 Prozent oder Gleichgestellte werden natürlich unterstützt.“

Ehrenamtliches Engagement mit Herz

Neben der Beratung begleitet die SBV die Betroffenen auch bei Bewerbungsgesprächen und Personalmaßnahmen. „Wir versuchen natürlich die Menschen mit Beeinträchtigung bei den Bewerbungsgesprächen zu unterstützen und ihnen Mut zu machen, ihnen auch im Vorfeld zur Seite zu stehen. Sie müssen es nicht in Anspruch nehmen, aber wir vertreten sie gerne und nehmen ihnen die Angst“, beschreibt Behrendt.

Das Engagement in der Schwerbehindertenvertretung erfolgt ehrenamtlich und zusätzlich zur regulären Tätigkeit an der Universität. Behrendt arbeitet hauptberuflich in der Stabsstelle E-Verwaltung.

Olaf Schmotzer, erster Stellvertreter der SBV aus dem Referat Bau und Technik, ist verantwortlich für Arbeitssicherheit und Barrierefreiheit. Bei Begehungen und Bauvorhaben et er darauf, dass die Arbeitsbedingungen für Beeinträchtigte optimal gestaltet werden.

Auch Petra Wießner engagiert sich seit 16 Jahren ehrenamtlich als zweite Stellvertreterin der SBV. Hauptberuflich arbeitet sie im Institut für Erziehungswissenschaft im Schreibbüro. „Ich möchte etwas zurückgeben, einfach danke sagen. Ich habe durch die Universität eine Chance bekommen. Seit 39 Jahren bin ich an der Uni und war in drei verschiedenen Einrichtungen“, sagt sie. Besonders motivierend, ist für sie der Austausch, die gemeinsamen Erfolgserlebnisse und die Möglichkeit, neue Kolleg*innen kennenzulernen.

Blick auf einem Fenster auf einen Obstgarten, alte Unigebäude und den Dom St. Nikolai

Auch außerhalb der Universität finden Behrendt und Wießner Ausgleich: Behrendt genießt Haus, Hof, See, Motorboot fahren und Angeln – alles, was mit Wasser zu tun hat. Wießner verbringt Zeit mit ihren Kindern und Enkelkindern, beim Dauercampen, bei Kurzreisen, Hörbüchern oder Musik.

Ihre Lieblingsorte auf dem Campus spiegeln persönliche Vorlieben wider: Wießner schätzt den Blick aus dem Fenster auf den Obstgarten an der Loefflerstraße mit Dom im Hintergrund, Behrendt den historischen Campus und das Hauptgebäude.

Das Format

„Dackelbesuch bei …“, ist ein Format der internen Kommunikation der Universität Greifswald. Es gibt Einblicke in Menschen, Projekte und Tätigkeiten an der Universität und soll die interne Vernetzung stärken. Wenn Sie selbst Interesse haben oder jemanden vorschlagen möchten, können Sie sich bei der Hochschulkommunikation melden.

Anne Junia Ziemann, 02.02.2026

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