Campusleben

Dackelbesuch bei Gordon Grubert

Ein Plüschdackel sitzt vor einem Bildschirm und einem

Der Dackel zu Besuch an Gordon Gruberts Arbeitsplatz, © Anne Junia Ziemann

Im Rechenzentrum – wo die digitale Infrastruktur der Uni entsteht

Wer an der Universität Greifswald studiert oder arbeitet, hat seinen Namen vermutlich schon einmal gelesen: Gordon Grubert, Technische Leitung und stellvertretender Direktor des Universitätsrechenzentrums. Häufig ist er der Absender, wenn über Wartungsarbeiten, neue Funktionen oder Störungen informiert wird. Doch nur wenige wissen, wie viel Arbeit hinter diesen Nachrichten steckt. Das Rechenzentrum ist weit mehr als nur Server und Kabel. Es ist das Herzstück, das die digitale Universität am Laufen hält.

Ein Tag im Rechenzentrum

„Wenn es eine Störung gibt, informieren wir zunächst kurz. Sobald wir wissen, worum es geht, geben wir die Informationen transparent wie möglich weiter“, erklärt Gordon Grubert.

Ein typischer Arbeitstag beginnt für ihn meist damit, einen Überblick zu gewinnen: Welche Aufgaben stehen an, welche Systeme benötigen Updates, wo gibt es Engpässe? „Jeden Tag ist etwas anderes. Die kontinuierliche Weiterentwicklung der IT-Systeme gehört einfach zu unserem Tagesgeschäft.“
Trotz seiner Leitungsfunktion bleibt Grubert selbst technisch aktiv: „Ich möchte auch weiter technisch arbeiten“, sagt er. Themen wie Virtualisierung oder digitales Identity Management bezeichnet er als seine „Spielwiesen“.

Das Rechenzentrum leistet mit seinen 18 Mitarbeitenden eine hohe Verantwortung für rund 18.000 Nutzer*innen: „Wir sorgen dafür, dass die digitale Universität reibungslos läuft“, so Grubert. Vom E-Mail-System über VPN-Verbindungen bis hin zum WLAN – alles muss zuverlässig funktionieren.

Hinter den Kulissen

„Viele Dinge bekommen die Nutzer gar nicht mit. Zum Beispiel überwachen wir Systeme, noch bevor Probleme sichtbar werden“, erzählt Grubert. Die IT des Rechenzentrums ist so aufgebaut, dass kritische Systeme automatisch ausweichen, falls ein Server ausfällt. Nur in Ausnahmefällen merken Nutzer*innen tatsächlich, dass etwas nicht funktioniert.

Besonders herausfordernd seien Zeiten wie der Semesterstart, wenn plötzlich viele neue Geräte gleichzeitig ins Netzwerk eingebunden werden. „Oktober ist für uns die spannendste Zeit. Dann testen wir unsere Systeme richtig, weil die Zahl der Nutzer*innen und Geräte sprunghaft steigt.“

Kuriose Anfragen gehören auch dazu: „Die besten Anfragen sind die, bei denen Nutzer*innen uns gleich ihre Zugangsdaten mitschicken“, sagt Grubert lachend. Und es komme immer wieder vor, dass externe Geräte wie USB-Sticks Probleme verursachen, obwohl zentrale Speichermöglichkeiten vorhanden sind. „Dann müssen wir erklären, warum zentrale Server die bessere Lösung sind“ – ein Lernprozess für alle Beteiligten.

Vom Studium ins Rechenzentrum

Gordon Grubert hat an der Universität Greifswald studiert, anschließend am INP promoviert und wollte in die IT wechseln. „Eigentlich war es zunächst eine Drei-Jahres-Stelle. Daraus sind jetzt fast 17 Jahre geworden. Der Job macht einfach Spaß.“

Ein wichtiger Punkt für ihn ist die Unabhängigkeit des Rechenzentrums: „Wir können Entscheidungen treffen, die technisch und rechtlich sinnvoll sind, ohne dass uns externe Stellen reinreden. Das gibt uns die Freiheit, offene Standards einzusetzen und unabhängig von bestimmten Herstellern zu arbeiten.“

Technische Freiheit und offene Standards

Grubert und sein Team haben über die Jahre die IT grundlegend umgebaut: weg von proprietärer Software, hin zu offenen Systemen, wo immer möglich. „Wir brauchen keine speziellen Serverhersteller, sondern schlicht Geräte, die unsere Anforderungen erfüllen. Dadurch sind wir flexibel und unabhängig von laufenden Kostenfallen.“

Trotz aller technischen Herausforderungen betont er den menschlichen Aspekt: „Manchmal steckt hinter einer Störung einfach ein Missverständnis. Dann gilt es, Nutzer zu beraten und Lösungen zu finden. IT ist eben nicht nur Technik, sondern auch Kommunikation.“

So sorgt das Rechenzentrum Tag für Tag dafür, dass die digitale Universität zuverlässig funktioniert – und dass Forschung, Lehre und Verwaltung reibungslos miteinander arbeiten können.

Das Format

„Dackelbesuch bei …“, ist ein Format der internen Kommunikation der Universität Greifswald. Es gibt Einblicke in Menschen, Projekte und Tätigkeiten an der Universität und soll die interne Vernetzung stärken. Wenn Sie selbst Interesse haben oder jemanden vorschlagen möchten, können Sie sich bei der Hochschulkommunikation melden.

Anne Junia Ziemann, 02.04.2026 

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