Campusleben

Dackelbesuch im International Office

Zwei frauen gucken aus einem Fenster.

Lisa Birkenhagen und Britt Schumacher hatten Dackelbesuch, © Anne Junia Ziemann/UG

Zwischen Summer School, Visum und Willkommensgefühl

Eine kaputte Glühbirne im Wohnheim, Fragen zur Krankenversicherung oder Unsicherheiten beim Start in Greifswald: Die Anliegen, mit denen internationale Studierende ins International Office der Universität Greifswald kommen, sind vielfältig. „Eigentlich ist alles dabei“, sagt Britt Schumacher.

Seit 2016 begleitet sie internationale Studierende – zunächst als studentische Hilfskraft, heute als Koordinatorin der Sommerschule „Greifswald Summer“ und Ansprechpartnerin für internationale Voll- und Austauschstudierende. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Lisa Birkenhagen unterstützt sie Studierende aus aller Welt bei ihrem Weg an die Universität Greifswald und auch weit darüber hinaus.

Lisa Birkenhagen ist seit 2024 Teil des International Office und arbeitet im DAAD-geförderten FIT-Programm. Das Programm unterstützt internationale Vollstudierende während ihres Studiums und begleitet sie beim Übergang in den deutschen Arbeitsmarkt. Im Incoming-Team koordiniert sie unter anderem einen Schwimmkurs, ein studienbegleitendes Deutsch-Tutorium oder die psychologische Beratung für internationale Studierende.

Gerade im Sommer wird es für das Team besonders intensiv: Am 3. August startet der diesjährige „Greifswald Summer“. Vier Wochen lang lernen Studierende aus aller Welt Deutsch und entdecken Greifswald als zukünftigen potenziellen Studienort. Für Britt Schumacher gehört diese Zeit inzwischen fest zum Jahresrhythmus – mit vielen organisatorischen Aufgaben und Herausforderungen, aber vielen wertvollen Begegnungen.

 Ankommen beginnt lange vor dem ersten Vorlesungstag

Noch bevor internationale Studierende in Greifswald ankommen, laufen im International Office die Vorbereitungen. Bewerbungen werden geprüft, Zulassungen erstellt und zahlreiche Fragen beantwortet. Für viele Studierende beginnt der Weg nach Deutschland bereits Monate oder sogar Jahre vor dem ersten Tag an der Universität.

Nach der Ankunft kommen weitere Fragen hinzu: Wie funktioniert das deutsche Hochschulsystem und wie finde ich mich in meinem Studiengang zurecht? Was mache ich bei Problemen mit dem Visum oder der Krankenversicherung? Und wie kann ich neue Leute kennenlernen? Das International Office ist dabei häufig eine erste Anlaufstelle. Zum Beispiel beim International Brunch, beim Stammtisch, im Buddy-Programm oder während der Sommerschule entstehen immer wieder Möglichkeiten, internationale und deutsche Studierende zusammenzubringen.

„Manchmal ist es auch wichtig, einfach hier zu sein und zuzuhören“, sagt Britt Schumacher. Nicht jede Herausforderung lasse sich mit einem Formular lösen. Gerade in den ersten Wochen hätten einige Studierende niemanden vor Ort, mit dem sie über Sorgen oder Unsicherheiten sprechen könnten. Zudem können noch schwerwiegendere Probleme hinzukommen. Politische Krisen oder Kriege in den Heimatländern können dazu führen, dass Finanzierungen plötzlich wegfallen oder Familien in schwierige Situationen geraten. Auch psychische Belastungen nehmen nach Beobachtung des Teams zu.

Ein Team, das zusammenhält

Auf die Frage, was das International Office für sie zu einem besonderen Arbeitsplatz macht, müssen beide nicht lange überlegen: „Hundertprozentig das Team.“

Gerade wenn es stressig wird, sei es wichtig, sich aufeinander verlassen zu können. Kolleg*innen springen ein, unterstützen sich gegenseitig und finden gemeinsam Lösungen. Auch die Küche des International Office ist ein besonderer Ort an der Uni für sie. Hier wird gemeinsam Mittag gegessen, gesprochen und manchmal auch ganz nebenbei ein Problem gelöst.

Auch Lisa Birkenhagen kam unter anderem wegen dieser Atmosphäre nach Greifswald. Kolleg*innen anderer Hochschulen hätten ihr das International Office empfohlen – wegen der guten Zusammenarbeit und der wertschätzenden Teamkultur.

Kleine Gesten im Alltag

Die Arbeit im International Office kann herausfordernd sein. Umso mehr freuen sich die Mitarbeitenden über die Rückmeldungen der Studierenden. Manche bringen Kaffee oder Süßigkeiten aus ihrer Heimat mit, andere schreiben Dankeskarten oder schauen einfach vorbei, um Hallo zu sagen. Der direkte Kontakt zu den Studierenden zeigt den Mitarbeitenden immer wieder, welchen Einfluss ihre Arbeit auf das Leben und den Studienalltag haben kann.

Am wichtigsten ist für Britt Schumacher und Lisa Birkenhagen, dass internationale Studierende an der Universität gut ankommen und sich als Teil der Gemeinschaft fühlen.

Das Format

„Dackelbesuch bei …“, ist ein Format der internen Kommunikation der Universität Greifswald. Es gibt Einblicke in Menschen, Projekte und Tätigkeiten an der Universität und soll die interne Vernetzung stärken. Wenn Sie selbst Interesse haben oder jemanden vorschlagen möchten, können Sie sich bei der Hochschulkommunikation melden.

Text: Anne Junia Ziemann, 03.08.2026

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