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Lehre weiterdenken: Qualitätssicherung und Reform der Lehrkräftebildung im Fokus

Prorektorin Annette Sosna

Prorektorin Anette Sosna © Zan Vidmar Zorc

Lehre weiterdenken: Qualitätssicherung und Reform der Lehrkräftebildung im Fokus von Prorektorin Prof. Dr. Anette Sosna

Als Prorektorin für Lehre und Lehrkräftebildung setzt sie sich für gute Lehre und eine enge Betreuung der Studierenden ein. Besonders ein nachhaltiger Kompetenzaufbau für alle Studierenden mit Blick auf die spätere Berufstätigkeit und die Umsetzung der Reform der Lehrkräftebildung stehen im Zentrum ihrer Arbeit.

 

Was veranlasste Sie, das Amt als Prorektorin für Lehre und Lehrkräftebildung zu übernehmen?

Als Fachdidaktikerin ist alles, was mit Lehre zu tun hat, sozusagen in meine berufliche DNA eingeschrieben. Mich interessieren Lehr-Lern-Kontexte in struktureller genauso wie in inhaltlicher und individueller Hinsicht. Die Universität Greifswald bietet meiner Meinung nach besonders geeignete Voraussetzungen für gute Lehre. Ein aktueller bundesweiter Vergleich zeigt, dass Mecklenburg-Vorpommern die beste bundesweite Betreuungsrelationen von Lehrenden zu Studierenden hat (Lehre und Forschung 1/25, S. 4). Diese große Stärke auch der Universität Greifswald gilt es in einem Prorektorat für Lehre und Lehrkräftebildung in den Blick zu nehmen und für die Universität fruchtbar zu machen – für alle Studiengänge, seien sie lehramtsbezogen oder nicht lehramtsbezogen. Daran mitzuarbeiten macht Freude.

Welche Ziele verfolgen Sie als Prorektorin in Ihrem Verantwortungsbereich?

Wichtig sind die Betreuung der Studierenden und die Qualitätssicherung der Lehre in den Studiengängen und Fachdisziplinen aller fünf Fakultäten. Wie können Studierende, die zunehmend mit heterogenen Grundkenntnissen an der Universität ankommen, unterstützend in ihrem Kompetenzaufbau begleitet werden und welchen Beitrag kann konkret universitäre Lehre dazu leisten? Welche Bedingungen brauchen Studierende, um ihr Studium effektiv und mit größtmöglichem Gewinn für ihre spätere Berufstätigkeit durchzuführen und erfolgreich zu Ende zu führen? Fragen wie diese sind mit Blick auf Lehrende und die Gesamtstudierendenschaft leitend für die kommende Amtszeit des Prorektorats für Lehre und Lehrkräftebildung. Ein Ziel in diesem und im nächsten Jahr ist zudem die Umsetzung der Reform der Lehrkräftebildung für die Lehramtsstudiengänge, die hoffentlich demnächst verabschiedet wird. Dann sind wir ein ganzes Stück weiter.

Hand aufs Herz: Ihr Traumberuf als Kind war es sicherlich nicht, Prorektorin zu werden, oder? Welchen Berufswunsch hegten Sie?

Ich hatte das Glück, eine großartige Schule besuchen zu dürfen. Das hat mir gezeigt, wie wertvoll Bildung für die persönliche Entwicklung ist. Einen speziellen Berufswunsch hatte ich nicht. Ich wusste nur, dass ich nie aufhören will zu lernen. Bildung ist das Tor zur Welt. Mit meinem heutigen Beruf bilde ich Lehramtsstudierende dafür aus, dieses Tor für Schülerinnen und Schüler zu öffnen – und dabei selbst neugierig zu bleiben.

Zur Person

Prof. Dr. Anette Sosna wird Prorektorin für Lehre und Lehrkräftebildung. Sie ist seit 2021 Professorin für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur an der Universität Greifswald. Sie studierte Deutsch und Englisch (Lehramtsstudiengang) sowie Ältere deutsche Sprache und Literatur, Neuere deutsche Literatur und Amerikanistik (Magisterstudiengang) an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen. Dort war sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin und wurde 2003 promoviert. Nach einem Referendariat für das Lehramt an Gymnasien war Anette Sosna u.a. als Fachberaterin, Ausbilderin und Landesfachkoordinatorin für Deutsch an Gymnasien sowie als Dozentin an den Universitäten Stuttgart, Tübingen und Augsburg tätig. Sie habilitierte 2021 an der Universität Augsburg.

Interview Elisabeth Böker

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